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Pressetext zum B.U.T.I.S. Reise Benefizkonzert 09.12.2016

b.u.t.i.s  Reise                                                                                                                                   

 Benefizkonzert zugunsten Ärzte ohne Grenzen

Am 9. Dezember 2016 gab die Band b.u.t.i.s., mit Bernd Gauly, alias Ravigauly, ein Gastspiel im ausverkauften Chawwerusch Theatersaal  in Herxheim. „Musik aus dem Moment heraus“ – so führte Sabine Gauly in das Konzert mit dem Titel „b.u.t.i.s Reise“ ein und verband mit beziehungsreichen und inspirierenden Texten Musik und Stille. Die Zuhörerinnen und Zuhörer in einer Altersspanne von 17 bis 87 Jahren erlebten b.u.t.i.s Reise als eine Reise durch das Leben mit Erkenntnissen und Weisheiten – als Reise des Lebens. 

Insgesamt 246 Saiten waren auf den unterschiedlichsten Instrumenten auf der Bühne aufgespannt und jede einzelne trug ihren Teil zu dem Klangerleben bei, das die Konzertbesucher erwarten sollte. Dabei ist die richtige Stimmung der Instrumente letztendlich der Garant für die Stimmungen, die von ihrer Musik ausgehen.  

Tobi Schölles (Tablas, Udu) und Sabine Gauly (Klangschalen, Percussion, Tampura) schufen einen sphärischen Klangteppich, Inge Mrotzek (Bässe) und Uwe Klöfer (Gitarren) phasenweise mit leicht jazzig-souligem Groove, die verlässliche Rhythmusbasis, die den Melodieinstrumenten gleichermaßen Struktur und Freiraum für Improvisationen gaben. Die schöpfte Bernd Gauly -in sich ruhend- immer wieder beeindruckend aus. Ob mit der Sitar, dem wohl bekanntesten Musikinstrument Indiens, der Santoor, einer „Zither“, die mit Schlegeln gespielt wird, oder der Dilruba, die mit einem Bogen gestrichen wird.

Ich begleite b.u.t.i.s. seit 2009 und bin immer wieder überrascht von den neuen und unerwarteten Klangspektren, die sie mir eröffnen: So traten dieses Mal das Scheitholt (ein Hackbrett) und die Sitar, aber auch das Hang, eine kleine, ufoähnliche Steeldrum und die Klarinette in den Dialog - Instrumentenpaare, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Uwe Klöfer und Bernd Gauly stachelten sich mit virtuosen Läufen gegenseitig an, um sich dann in mantraartigen Passagen wieder harmonisch zu verbinden.   

War der erste Teil des über zweistündigen Konzertes der klassisch - indischen Musik vorbehalten, so verdichtete sich der Sound im zweiten Teil des Abends. Christian Schega am   Keyboard und Jürgen Mrotzek  am Schlagzeug vervollständigten die Band. Hervorzuheben in diesem Part war der Dialog zwischen weichen Klarinettentönen und der metallisch klingenden Santoor und der absolute Höhepunkt  für mich war das zweite Stück mit E-Gitarre und E-Sitar das ich als „psychodelic  fusion“ bezeichnen möchte. Die flehenden und fliehenden Töne der Sitar, der klare Klang der E-Gitarre -  eine Symbiose unterschiedlichster Klang- und Kulturwelten.  

Vor der Zugabe animierte Sabine Gauly die Besucher zum beeindruckenden  Singen eines Mantras. Auch das aramäische Vater Unser passte gut in die vorweihnachtliche Besinnlichkeit .

Die Zugabe entwickelte sich zu einem Feuerwerk von Klängen und Rhythmen, das schließlich seinen Höhepunkt in einer Samba fand.

Dieses Konzert war Klangerlebnis  - und Lebenserfahrung zugleich – Danke  b.u.t.i.s. für diese Reise!

Dank gebührt auch Jürgen Mrotzek, der neben seinem präzisen, einfühlsamen Schlagzeugspiel  die Wahnsinnsaufgabe übernommen hatte dieses Klangerlebnis zu verstärken und abzumischen. Er erfüllte sie mit Bravour .

Da das Chawwerusch Theater seinen Saal unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, kann der Erlös dieses Benefizkonzertes von 1000 Euro der Organisation „Ärzte ohne  Grenzen“ übergeben werden. Ganz herzlichen Dank Chawwerusch dafür.

(Tilbert Müller)